Herzlich willkommen, Pfarrer Daum! Vielen Dank, Herr Kaplan Hassenforder!

Seit dem 1. September 2017 ist Pfarrer Thorsten Daum Pfarr-Administrator unserer Pfarrgemeinde. Seine feierliche Einführung war am Samstag, 9. September. Kaplan David Hassenforder bleibt als Pfarrvikar weiter bei uns.

 

 

 

Im Erzbistum Berlin werden 30 „Pastorale Räume“ gebildet.

 

„Wo Glauben Raum gewinnt“ ist ein Prozess der pastoralen Neuorientierung im Erzbistum Berlin. Kardinal Rainer Woelki hat ihn im Advent 2012 eröffnet mit dem Ziel, „Pastorale Räume“ zu bilden, aus denen bis 2020 etwa 30 Pfarreien werden sollen. Zurzeit bestehen im Erzbistum Berlin 104 Pfarreien.

 

Es ist ein geistlicher und ein struktureller Prozess. Kardinal Woelki versteht unter einem Pastoralen Raum „die Gemeinschaft der Glaubenden, von Christus zusammengerufen und gesendet im Geist der Einheit“. In dieser Gemeinschaft ist Raum für verschiedene Weisen des Kirche-Seins, für Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens. Hier geschehen die Grundvollzüge der Kirche: die Feier der Sakramente, die Verkündigung und der Dienst am Menschen.

 

Die bisherigen Pfarrgemeinden bleiben als „Gemeinden“ in dieser neuen Pfarrei bestehen, jedoch nicht mehr als selbständige Pfarreien. Hier wird die Kirche für die Menschen vor Ort konkret antreffbar: Sie können die Erfahrung von Gemeinschaft und Beheimatung machen.

 

Dabei spielen „Orte kirchlichen Lebens“ eine große Rolle. Hier werden Menschen zusammengeführt, die Glauben und Leben teilen. Solche Orte können Kitas und Schulen sein, Altenheime, Beratungsstellen usw., aber auch die bestehenden oder neue Gruppen, Kreise, Projekte, in denen Leben und Glauben geteilt wird.

 

Unsere Gemeinde im Prozess „Wo Glauben Raum gewinnt“

Die Gemeinde „Maria, Hilfe der Christen“ ist in diesen Prozess eingetreten. Der Pfarrgemeinderat hat eine Arbeitsgruppe gebildet, in der Vertreter von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand, das Seelsorgeteam, Vertreter von Gruppen und Kreisen in der Gemeinde und interessierte Gemeindemitglieder zusammenarbeiten. Die ganze Gemeinde wird fortlaufend durch Berichte im Pfarrbrief, durch Information und Gesprächsangebote einbezogen.

 

Berichte und Materialien aus den einzelnen Gruppen gibt es hier.

 

1. Bestandsaufnahme

Ein erster Schritt war eine Bestandsaufnahme: Wie sieht unsere Gemeinde aus? Welche „Orte kirchlichen Lebens“ lassen sich identifizieren, wie sind sie vernetzt? Wo liegen Stärken, wo liegen Schwächen? Welche Gruppen gibt es und wie ist das Umfeld der Gemeinde strukturiert?

 

 

2. Befragung

Die Gruppen in der Gemeinde und alle Gemeindemitglieder wurden gebeten, auf einem Fragebogen Ideen, Wünsche und Bedenken zum Gemeindeleben und in Hinblick auf einen künftigen Pastoralen Raum mitzuteilen.

 

Auch auf der Pfarrversammlung am 15. März 2015 war "Wo Glauben Raum gewinnt" ein Schwerpunktthema und brachte viele neue Hinweise und Gedanken, die hier protokolliert sind.

 

Alle diese Impulse wurden dem Seelsorgeteam, dem Pfarrgemeinderat und seinen Sachausschüssen zugeleitet .

 

Hier finden Sie in zusammengefasster Form Anregungen und Hinweise zu verschiedenen Themenbereichen, die wir aus den Fragebögen zusammengetragen haben: 

 

 

 

 

3. Gespräche mit Nachbargemeinden

In einer "Findungsphase" sollen die benachbarten Pfarrgemeinden aufeinander zugehen und gemeinsam überlegen, wie ein „Pastoraler Raum“ im Bereich Spandau aussehen könnte. Bis Ende 2016 erwartet das Erzbistum eine Stellungnahme der Pfarreien zur neuen Struktur.

 

Wir haben im Januar 2015 mit Gesprächen mit den Nachbargemeinden begonnen: mit St. Wilhelm (Wilhelmstadt/Heerstraße Nord), St. Markus (Falkenhagener Feld), Mariä Himmelfahrt (Kladow), St. Joseph (Siemensstadt/Haselhorst), Zu den heilige Schutzengeln (Hennigsdorf) und St. Konrad von Parzham (Falkensee/Schönwalde). Anfang Juli 2015 hat ein Gesprächsprozess der Gemeinden im Dekanat Spandau eingesetzt, um abzuklären, wie der Zuschnitt eines Pastoralen Raums aussehen könnte, zu dem auch die Gemeinden Maria, Hilfe der Christen und Lambertus gehören werden.

 

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand unserer Pfarrei haben sich im Juni 2015 für folgende Gesprächsposition ausgesprochen:

 

Der zukünftige Pastorale Raum soll mindestens die Gemeinden des Bezirks Spandau umfassen. Er kann bei Interesse auf die Dekanatsgrenzen ausgeweitet werden.

 

4. Votum an den Erzbischof

Nach einer Reihe von Gesprächen mit den Nachbarpfarreien haben Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat unserer Gemeinde am 5. März 2017 ein Votum ans Erzbistum erarbeitet und beschlossen, welche Schwerpunkte wir in Zukunft setzen und mit welchen Gemeinden wir künftig einen pastoralen Raum bilden wollen. Die Fragestellungen dazu hatte das Erzbistum vorgegeben.

 

Den Text dieses Votums finden Sie hier.

 

5. "Entwicklungsphase"

Sollten die Voten der Nachbarpfarreien nicht zueinander "passen", würde das Erzbistum zu vermittelnden Gesprächen einladen, und wenn kein Einverständnis erzielt werden kann, müsste das Erzbistum entscheiden. Sobald Klarheit über den Zuschnitt des Pastoralen Raumes besteht und dies vom Erzbischof  bestätigt worden ist, beginnt für die beteiligten Gemeinden die Entwicklungsphase, in der man sich weiter kennenlernt, gemeinsam Leitlinien für die Seelsorge erarbeitet und die personellen und organisatorischen Fragen abklärt.

 

Kontakt: Franz-Josef Esser
E-Mail: zum Kontaktformular



Stand: 27.04.2017 16:48