Wahlen zum Kirchenvorstand und zum Pfarrgemeinderat am 23./24. November 2019

Wichtige Informationen des Wahlausschusses zu Wahlberechtigung, Kandidatengewinnung und Ablauf der Wahl finden Sie hier

Aktuelles aus dem pastoralen Raum

 
 
 

Wahlen zum Kirchen-
vorstand und zum Pfarrgemeinderat im November 2019

Am Samstag/Sonntag, dem 23./24. November 2019 stehen turnusmäßig nach vierjähriger Amtszeit die Wahlen zum Pfarrgemeinderat und zum Kirchenvorstand an. In Hinblick auf die Bildung einer gemein-samen Pfarrei am 1. Januar 2022 gelten einige Besonderheiten. Die Doppelstruktur von Pfarr-
gemeinderat (neuer Name: Pfarreirat, im Sinne eines Pastoralrates) und Kirchen-
vorstand (der das Vermögen der Kirchengemeinde verwaltet) bleibt aus kirchen- und staatskirchenrechtlichen Gründen bestehen, die Amtszeit wird von jetzt 4 auf 3 Jahre bzw. 2 x 3 Jahre verkürzt. Weitere Informationen finden Sie unten auf dieser Seite.

 

 

 

Kirchenbilder und Visionen
Auftakt zum Pastoralkonzept

Mehrere Stunden Zeit nahmen sich die Mitglieder des Pastoralausschusses am 10. August, um in die Arbeit am Pastoralkonzept unserer künftigen Pfarrei zu starten. Sie trafen sich unter dem Motto „Kirchenbilder und Visionen“ von 10 bis gegen 15 Uhr im Gemeindezentrum von St. Konrad von Parzham in Falkensee. Die Leitung hatte Oliver Maaß von der „Servicestelle Prozessbegleitung“ im Ordinariat des Erzbistums Berlin.

 

Oliver Maaß brachte ein Planspiel mit, mit dem wir in Untergruppen die Gemeindestruktur bedenken und abbilden konnten: Personen, Rollen, Gruppen, Gebäude, aber auch und vor allem unverzichtbare Felder und Basisangebote des Gemeindelebens, von der Feier des Gottesdienstes über die Evangelisierung bis zur Sorge für die Hilfsbedürftigen. Die Diskussionen in den Gruppen und die Ergebnisse zeigten, dass in der neuen Pfarrei Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen von Kirche und Gemeinde zusammenkommen, die die Akzente des Kirche-Seins durchaus sehr verschieden betonen. Das wird ein spannender Prozess des Zusammenwachsens. Das Motto dazu benannte eine der Arbeitsgruppen: „Mit Heiligem Geist und Herz!“

 

Das Zusammengetragene wird jetzt gebündelt den Arbeitsgruppen des Pastoralausschusses übergeben, die dann die einzelnen Kapitel des Pastoralkonzepts erarbeiten werden. Aus dem Pastoralkonzept ergibt sich das Profil, die inhaltliche Ausrichtung der künftigen Pfarrei. Es wird nach Fertigstellung mit dem Erzbischöflichen Ordinariat besprochen. Ab voraussichtlich Mitte 2020 geht es dann um die Entwicklung der Pastoralstruktur der künftigen Pfarrei. Die Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens klären gemeinsam die notwendigen Struktur-, Finanz- und Personalfragen, um das Konzept umsetzen zu können. Auch die Wahl einer Pfarrpatronin oder eines Pfarrpatrons könnte vom Profil des Pastoralkonzepts beeinflusst sein. Am 1. Januar 2022 sollen die drei Pfarreien St. Konrad (Falkensee), Maria, Hilfe der Christent (Spandau) und St. Joseph (Siemensstadt) sich zu einer neuen Pfarrei zusammenschließen.

 

Neben der Arbeit am Pastoralkonzept sind zwei Arbeitsgruppen des Pastoralausschusses mit Sonderaufträgen tätig: die AG Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich bereits um eine gemeinsame Homepage, einen gemeinsamen Pfarrbrief und geeignete Formen der Binnenkommunikation, die AG Finanzen und Verwaltung ist mit einer Bestandsaufnahme der beteiligten Pfarreien beschäftigt und bereitet die notwendigen rechtlichen Schritte zur Fusion vor.

 

Franz-Josef Esser

 

 

 

Das Pastoralkonzept

 

Das Erzbistum beschreibt Sinn und Ziel des pfarrlichen Pastoralkonzepts wie folgt:

 

Ein Pastoralkonzept ist eine schriftliche Vereinbarung darüber, wie sich das Leben der Kirche in der zukünftigen Pfarrei gestalten soll. Bei seiner Erstellung wird versucht, Antworten auf weiterführende Fragen der Pastoral zu finden: Was bewegt die Menschen in unserem Umfeld? Welchen Herausforderungen wollen wir uns stellen? Welche Zielgruppen nehmen wir besonders in den Blick? Was werden Schwerpunkte unserer Arbeit sein und welche Dinge werden wir nicht mehr tun? Wo suchen Menschen in unserer Umgebung nach Hilfe und nach Stärkung im Glauben? Wie wollen wir in einem Pastoralen Raum künftig Menschen im Glauben begleiten? Wie werden Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens sich künftig vernetzen können?

 


Das Pastoralkonzept möchte den Blick weiten. Es nimmt das Leben der künftigen neuen Pfarrei mit ihren Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens kritisch in den Blick und versucht, auf die Zeichen der Zeit Antworten zu geben und konkrete Maßnahmen festzulegen. Dabei macht es Aussagen zur Zusammenarbeit und Umsetzung der Schwerpunkte unter Berücksichtigung der personellen und materiellen Möglichkeiten.

 

 

„Verbindliche Kooperation“ ‑ Erstes Treffen der Pastoralen Räume Spandau-Nord/Falkensee und Spandau Süd

Im Herbst 2017 hatte das Erzbistum Berlin entschieden, im Raum Spandau/Falkensee zwei Pastorale Räume zu bilden und diesen Räumen eine „verbindliche Kooperation“ aufzutragen. Nachdem sich nun auf beiden Seiten die Gremien für die dreijährige Entwicklungsphase konstituiert hatten, trafen sich am 16. Mai 2019 die Steuerungsgruppen der beiden Räume mit Vertretern des Erzbistums.

In einer konstruktiven Atmosphäre berichteten die Gremien über den Stand ihrer Beratungen. Der Raum Spandau und damit die beiden Pastoralen Räume haben eine gemeinsame geschichtliche Entwicklung und bilden gemeinsam das Dekanat Spandau. Allerdings werden spätestens Ende 2020 die Dekanate im Erzbistum Berlin aufgelöst, so dass zur Fortführung einiger Projekte neue Strukturen gefunden werden müssen.

Gemeinsamkeiten – bestehend oder anzustrebend ‑ werden in den folgenden gemeindlichen Arbeitsfeldern gesehen. Sie sollen in den Gremien beider Pastoraler Räume beraten werden.

 

Liturgie und Kirchenmusik

 

  • Bekanntgabe aller Messzeiten in allen Gemeinden Spandaus
  • gemeinsam getragene Sonntagabendmesse
  • Beichttage vor Weihnachten und in der Fastenzeit
  • Sternsinger-Aktion: Besuch beim Bürgermeister
  • Fastenpredigten mit Kanzeltausch
  • Gemeinsame Fronleichnamsprozession
  • Gräbersegnung auf dem Friedhof "In den Kisseln"
  • Fortsetzung der Dekanatskonzerte der Kirchenchöre
  • gemeinsamer Chor (Falkensee und St. Markus)

 

Seelsorge und Bildung

 

  • Gemeinsame, pfarrübergreifende Jugendarbeit
  • Katholische Bernhard-Lichtenberg-Schule

 

Öffentlichkeit und Gemeinwesen

 

  • Vertretung der katholischen Kirche gegenüber dem Bezirk, den Kommunen und den Evangelischen Kirchenkreisen
  • Präsenz der katholischen Kirche bei Mahnwache, Pogrom-Gedenken, Anti-Demo gegen Rechts o.ä.
  • Verantwortung für „Laib und Seele“ in St. Wilhelm, Suppenküche in Spandau-Nord
  • gemeinsame Domain für eine gemeinsame Internetpräsenz
  • Überprüfung der Grenzen der Pastoralen Räume, ggf. Anpassung zugleich mit der Gründung der neuen Pfarreien

 

City-Pastoral

 

  •  Präsenz der katholischen Kirche in der Spandauer Altstadt, evtl. mit dem Caritasverband
  •  Markus Weber (Erzbistum Berlin) wies darauf hin, dass jeder Pastorale Raum im Personalplan eine halbe „Schwerpunktstelle“ zur Verfügung gestellt bekommt, die für die City-Pastoral raumübergreifen eingesetzt werden kann, wenn diese in den Pastoralkonzepten als gemeinsamer Schwerpunkt definiert ist.

 

Kommunikation zwischen den Räumen

 

  • Pastoralkonvent und Konvent der Geistlichen sollten weiter bestehen bleiben.
  • Nach Auflösung der Dekanate könnten die beiden Pfarrer der Pastoralen Räume (jährlich abwechselnd) als Ansprechpartner für Kommune und Ökumene fungieren.
  • Auch der Dekanatsrat sollte unter anderem Namen weiter bestehen.

 

Dies alles soll jetzt in den Gremien der beiden Pastoralen Räume beraten werden. Im Frühjahr 2020 wird in einem nächsten Treffen gemeinsam darüber weiter gesprochen.

Unser Pastoralausschuss im Pastroralen Raum Spandau-Nord /Falkensee hat inzwischen mit den Vorarbeiten für ein Pastoralkonzept begonnen. Ein gemeinsamer Klausurtag im August ist dem Thema „Visionen. Kirchenbilder“ gewidmet.


„Einsatzplan Pastorales Personal“

Das Erzbistum teilte Pfarrer Thorsten Daum jetzt die Personalausstattung – den „Einsatzplan“ ‑ mit, mit der die neue Pfarrei voraussichtlich rechnen kann.

Planungsgrundlage sind in unserem Pastoralen Raum: 16300 Katholiken, 8 Kirchen, 8 Gottesdienstorte, 3 Kitas, 2 Krankenhäuser und eine katholische Grundschule; außerdem findet polnischer Gottesdienst statt.

Der Plan sieht für die neue Pfarrei vor:

 

  • drei Stellen für Priester mit jeweils 100 %: den Pfarrer und zwei Pfarrvikare;
  • zwei Stellen der „Grundpastoral“ mit jeweils 100%, die durch Gemeindereferentin oder Gemeindereferent, Diakon etc. besetzt werden können;
  • eine Stelle der „Schwerpunktseelsorge“ (50% allgemein und 50% Jugendseelsorge), der allgemeine Teil ist frei verfügbar, je nach Schwerpunktsetzung im Pastoralplan;
  • eine Stelle (50%) für die Krankenhausseelsorge;
  • eine Verwaltungsleiterin/ein Verwaltungsleiter (50%).

 

Hinzu kommen „technische Stellen“ wie Mitarbeitende im Pfarrbüro, Küster/Hausmeister, Kirchenmusiker, zu denen noch nichts mitgeteilt wurde.


Franz-Josef Esser

 

„Meilenstein-Gespräch“ zwischen Erzbistum und Pastoralem Raum


Das erste Jahr der Entwicklungsphase auf dem Weg zu einer gemeinsamen Pfarrei ist vorüber. Am 16. Februar 2019 hatten die Arbeitsgruppen unseres Pastoralausschusses ihre Ergebnisse zusammengetragen. Diese wurden ans Erzbistum weitergeleitet, und am 11. April traf sich der Steuerkreis des Pastoralausschusses mit Vertretern der Prozessbegleitung „Wo Glauben Raum gewinnt“ und Vertretern aus dem Bereich Sendung des Erzbischöflichen Ordinariats (EBO). Das waren Markus Weber (Leiter der Servicestelle „Projekte und Prozesse“), Christopher Maaß (Prozessbegleitung), Hermann Fränkert-Fechter (Bereich Pastoral, stellvertretender Bereichsleiter) und Peter Kloss-Nelson (Personal – Sendung, Einsatz und Begleitung).


Man nennt solche Gespräche dort „Meilenstein-Gespräche“. Es wurde Rückblick gehalten auf das erste Jahr der Entwicklungsphase, und wir haben Aspekte für ein Pastoralkonzept besprochen. Denn dessen Erarbeitung ist Aufgabe für das zweite Jahr der Entwicklungsphase. Am Ende, im Herbst 2020, sollen im Pastoralkonzept die Prioritäten und Schwerpunkte der neuen, gemeinsamen Pfarrei dargestellt werden, es sollen die „Gemeinden“ benannt werden, aus denen die Pfarrei bestehen soll, und es wird ein Vorschlag gemacht, welche Heilige oder welcher Heilige Pfarrpatronin oder Pfarrpatron werden soll. Das Ganze wird in einem weiteren „Meilensteingespräch“ besprochen.


Im dritten Jahr geht es dann um die Entwicklung der Pastoralstruktur der künftigen Pfarrei. Die Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens klären gemeinsam die notwendigen Struktur-, Finanz- und Personalfragen.

 

Voraussichtlich am 1. Januar 2022 sollen die drei bisherigen Pfarreien St. Konrad von Parzham (Falkensee), Maria, Hilfe der Christen (Spandau), St. Joseph (Siemensstadt/Haselhorst) und die Gemeinde St. Johannes d. Täufer (Dallgow-Döberitz, Pfarrei St. Marien, Brieselang) zu einer einzigen neuen Pfarrei werden.

 

Wahlen zum Kirchenvorstand und zum Pfarrgemeinderat im November 2019


Am Samstag/Sonntag, dem 23./24. November 2019 stehen turnusmäßig nach vierjähriger Amtszeit die Wahlen zum Pfarrgemeinderat und zum Kirchenvorstand an. In Hinblick auf die Bildung einer gemeinsamen Pfarrei am 1. Januar 2022 gelten einige Besonderheiten. Die Doppelstruktur von Pfarrgemeinderat (neuer Name: Pfarreirat, im Sinne eines Pastoralrates) und Kirchenvorstand (der das Vermögen der Kirchengemeinde verwaltet) bleibt aus kirchen- und staatskirchenrechtlichen Gründen bestehen, die Amtszeit wird von jetzt 4 auf 3 Jahre bzw. 2 x 3 Jahre verkürzt.


Wahlen zum Kirchenvorstand


Gewählt wird im November 2019 in allen Pfarreien wie üblich die Hälfte der zu wählenden Mitglieder des Kirchenvorstands. Die im November 2015 für acht Jahre gewählten Mitglieder bleiben im Amt.
Bei der Gründung der neuen Pfarrei entsendet jede der alten Pfarreien, um Kontinuität zu wahren, eine bestimmte Anzahl von Vertretern (voraussichtlich vier) in den ersten, den Gründungskirchenvorstand der neuen Pfarrei. Die Amtszeit aller anderen Mitglieder der Kirchenvorstände endet am 31. Dezember 2021.


Wahlen zum Pfarrgemeinderat


In der neuen Pfarrei wird es einen „Pfarreirat“ für die ganze Pfarrei und „Gemeinderäte“ für die einzelnen Gemeinden geben, aus denen die Pfarrei besteht. Diese Gremien werden nach Konstituierung der neuen Pfarrei gewählt.
Die Amtszeit der bisherigen Pfarrgemeinderäte endet somit mit Errichtung der neuen Pfarrei am 1. Januar 2022.


Die Pfarrgemeinderäte hatten die Wahl, ob jetzt noch einmal neu gewählt werden soll oder ob sich die Amtszeit verlängert. Es gilt folgendes:

 

  • In St. Konrad von Parzham (Falkensee) und Maria, Hilfe der Christen (Spandau) werden am 23./24. November 2019 Pfarrgemeinderäte regulär für eine Amtszeit bis zum 31. Dezember 2021 gewählt.
  • In St. Joseph (Siemensstadt/Haselhorst) verlängert sich die Amtszeit des derzeitigen Pfarrgemeinderats bis zum 31. Dezember 2021. Im November 2019 findet keine Wahl statt.


Franz-Josef Esser

 

Der Pastoralausschuss auf Sozialraumerkundung


Die Mitglieder des Pastoralausschusses machten sich am ersten Samstag im Advent, dem 1. Dezember, per Bus auf eine „Sozialraumerkundung“. Wir besuchten nicht Kirchen und Gemeindezentren, sondern typische Wohnviertel in unserer künftigen gemeinsamen Pfarrgemeinde. Wobei wir die Altstadt Spandau als bekannt voraussetzten und nicht anfuhren. Organisiert hatte die Tour David Riebschläger. Danke!


Start war am U Bahnhof Siemensdamm in der Pfarrei St. Joseph, von da aus ging es zum Halemweg. Die Häuser dort gehören zu den ehemaligen Wohnungsbauten für Siemens-Mitarbeiter. Heute leben hier viele Familien in finanzieller Not. Auf der Straße trafen wir den evangelischen Pfarrer Michael Maillard; seine Einschätzung des Sozialraums: Es ist schwer, Menschen für die Kirche zu gewinnen.
Beim Vorüberfahren warfen wir einen Blick auf die alte Siemens-Hauptverwaltung. Hier soll ein neuer Campus mit 3000 Wohnungen entstehen.


Im Lutherkiez in der Spandauer Neustadt – entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in der Zeit des industriellen Aufschwungs in Spandau ‑ erläuterte Barbara Nowak die Geschichte und die aktuelle soziale Lage: Es wohnen heute sehr viele Familien mit ausländischem Hintergrund hier, die meisten arabischer und türkischer Herkunft. Die Verweildauer im Kiez ist nicht lang, viele Menschen leben von Hartz IV oder sind Aufstocker. Bezirk und Kirchen machen soziale Angebote im Kiez: Quartiersmanagement, Mädchentreff, der gemeinnützige Verein Kommunikation und Aktion für Frauen “Eulalia Eigensinn“, das evangelische „Paul-Schneider-Haus“; als katholischer Beitrag mag die nicht so weit entfernte Suppenküche des Dekanats Spandau im Gemeindehaus von Maria, Hilfe der Christen gelten, die vollständig von Ehrenamtlichen betrieben wird.


Zufällig war Pfarrer Stefan Kuhnert an der Lutherkirche. Er erläuterte uns seine Sicht des sozialen Raumes und ließ uns einen Blick in die Kirche werfen, die in den 1990er-Jahren umgebaut wurde. Ein Teil des Kirchengebäudes enthält jetzt Mietwohnungen. Wir hörten die neue Orgel, an der Kirchenmusikerin Erika Engelhardt gerade für das Orgelkonzert am Nachmittag übte. Denn auch die Kirchenmusik ist ein Schwerpunkt der evangelischen Gemeinde dort.


Szenenwechsel zu den Pepita-Höfen in Hakenfelde: Hier werden aktuell circa 1000 Wohneinheiten gebaut. Die evangelische Wichern-Radeland-Gemeinde hat zusammen mit der Gemeinde Maria, Hilfe der Christen begonnen, Neuzugezogenen ein Begrüßungsschreiben und beide Gemeindebriefe in den Briefkasten zu stecken. Im Advent gaben die Gemeinden dort ein kleines Straßenkonzert mit adventlicher Bläsermusik.
Insgesamt werden in den nächsten 20 Jahren ca. 30.000 Wohneinheiten in der Wasserstadt und anderen Neubaugebieten im Bereich des Pastoralen Raumes entstehen.


Im Kontrast dazu spazierten wir zur Waldsiedlung Hakenfelde, entstanden zwischen 1914 und 1925 und heute eine Siedlung mit vielen Kindern. Hier liegt das von der Pfarrgemeinde Maria, Hilfe der Christen getragene St. Elisabeth Seniorenheim, wo wir zu Mittag aßen. Das 1928 gebaute Haus war mit seiner Hauskapelle Keimzelle der St.-Lambertus-Gemeinde, bis diese 1975 ihr jetziges Gemeindezentrum in der Cautiusstraße erhielt.


Durch den Spandauer Forst und über die Steinerne Brücke – zu Mauerzeiten gesperrte Grenze ‑ ging es nach Schönwalde-Glien in der Pfarrei St. Konrad. Hier fuhren wir leider nur durch.


In Falkensee erläuterte uns Thomas Zylla, 1. Beigeordneter und Baudezernent von Falkensee, die soziale Struktur. Die Stadt – benannt mit dem Kunstwort Falkensee aus Falkenhagen und Seegefeld ‑ hat heute 45.000 Einwohner, die Einwohnerzahl hat sich seit der Wende verdoppelt. 80% der Einwohner sind zugezogen, oft aus dem Westen. Für 2030 wird mit 50.000 Einwohnern gerechnet. Die Grundstückspreise sind enorm gestiegen, die Mieten sind ebenfalls sehr teuer geworden. Die meisten Häuser sind Einfamilienhäuser. Soziale Notlagen treten versteckt auf. Aber es gibt sie.


Der Bahnhof von Dallgow-Döberitz, früher zwischen den Ortschaften Rohrbeck und Dallgow gelegen, ist das neue Zentrum, auf dem gerade ein Weihnachtsmarkt stattfand. Jochen Wettach gab ortskundig Auskunft. Jetzt wissen wir auch, dass Döberitz heute kein Ort mehr ist, sondern nur eine historische Reminiszenz: Das Dorf musste Ende des 19. Jahrhunderts einem Truppenübungsplatz weichen. Zur Kirchengemeinde gehören auch Elstal (Kommune Wustermark) und Seeburg (Kommune Dallgow-Döberitz). Die Zahl der Katholiken ist traditionell nicht hoch, aber steigt durch Neugezogene an. Es gibt viele Kinder, Kitas und sogar ein Gymnasium.


Mit der letzten Station, wieder in der Pfarrei St. Joseph, schloss sich der Kreis. Zum Abschluss erwartete uns Pfarrer Dr. Hans Hausenbiegl an der Gartenfelder Straße / Paulsternstraße und gab einen Einblick in die Verhältnisse in Haselhorst.


Vielen im Pastoralausschuss war gar nicht klar, in welchem Ausmaß die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner im Raum unserer künftigen neuen Pfarrgemeinde noch wächst. Die Unterschiedlichkeit in den Lebenssituationen der Menschen, die hier leben, war beeindruckend. Für das Pastoralkonzept, das der Pastoralausschuss im Jahr 2019 erstellen wird, gab es wichtige Hinweise und Anregungen. Der Tag hat sich gelohnt.


Tessa Bertram, Franz-Josef Esser

 

Arbeitsgruppen

Der Pastoralausschuss hat mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die den Pastoralen Raum jeweils unter einem bestimmten Thema beobachten. Es sind folgende Arbeitsgruppen:
 

  • Diakonisches Handeln
  • Finanzen / Verwaltung
  • Katechese/ Weitergabe des Glaubens
  • Kinder / Jugend
  • Liturgie / Geistliches Leben
  • Öffentlichkeitsarbeit.
     

Bei den Arbeitsgruppen können nicht nur Mitglieder des Pastoralausschusses mitmachen. Sie alle sind eingeladen, sich einzubringen! Wenn Sie an einer Mitarbeit interessiert sind, sprechen Sie Pfarrer Daum oder eine/n der Vertreterinnen oder Vertreter der Pfarrei im Pastoralausschuss an, oder Sie wenden sich per E-Mail an die Pfarrassistentin Anna Ristow, zum Kontaktformular » .




Stand: 05.09.2019 17:43