Aktuelles aus dem pastoralen Raum

 

Aktuelles Januar 2021

Kontakt halten - mit Abstand

Viele Besprechungen finden derzeit per Videokonferenz statt, so auch die regelmäßigen Treffen der pastoralen
Mitarbeiter im Pastoralen Raum (siehe Foto). Auch die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände sind derzeit auf „kontaktlose Sitzungen“ umgestiegen und einige Gruppen der Gemeinden treffen sich in der Telefonkonferenz oder digital via skype, zoom, facechat usw. Wir möchten
alle Gruppen und Gemeinschaften, auch gemäß der Empfehlung des Erzbistums, ermutigen, diese Formen des Zusammenkommens verstärkt zu nutzen, solange wir uns noch nicht wie gewohnt treffen können.


Pastoralkonzept: Inhalte nehmen Gestalt an

Bei seiner ersten Videokonferenz am 7. Dezember 2020 informierte sich der Pastoralausschuss hauptsächlich über den aktuellen Sachstand in den Arbeitsgemeinschaften. Die Inhalte des Pastoralkonzeptes nehmen Gestalt an, manche AGs sind schon bei der Feinarbeit, andere müssen die Arbeit der vergangenen Monate noch prägnant zu Papier bringen. Ob das „Diakonische Handeln“ und / oder die „Evangelisierung“ als eigene Schwerpunktthemen formuliert werden, wird sich bald noch herausstellen - wer Interesse hat, an diesen Themen mitzuarbeiten, meldet sich am
besten bei Pfarrer Daum. Bei der nächsten digitalen Sitzung des Pastoralausschusses soll es dann um die Namensfindung der neuen Pfarrei gehen und auch über das Thema „Citypastoral“ will man sich austauschen.


St. Johannes in Dallgow-Döberitz

Schon seit geraumer Zeit nehmen Pfarrer Daum und Pfarrvikar Hassenforder seelsorgliche Aufgaben in der Gemeinde St. Johannes in Dallgow-Döberitz wahr, die zu unserem Pastoralen Raum und damit zu unserer zukünftigen Pfarrei gehört. Die Gottesdienste dort feiert der Ruhestandspriester Pfarrer Torwesten, pastorale Aufgaben im Caritas-Seniorenheim übernimmt Gemeindereferentin Maria Selent. Die zuständige Pfarrei (mit Pfarrer und Kirchenvorstand) ist bislang allerdings noch St. Marien in Brieselang. Eigentlich sollte dies auch bis zu unserer Pfarreigründung so bleiben. Weil aber der Pastorale Raum Brieselang/Nauen schon etwas weiter hinsichtlich seiner Fusion ist, wird die „Umpfarrung“ von St. Johannes nun etwas früher geschehen. Das Erzbischöfliche Ordinariat wird dem Votum der beteiligten Kirchenvorstände aller
Voraussicht nach in Kürze zustimmen, so dass St. Johannes (in den kommunalen Grenzen von Dallgow-Döberitz) demnächst ganz offiziell Teil der Pfarrei St. Konrad in Falkensee ist. Damit fällt auch die Trägerschaft für die dortige Kita St. Martin bald in die Zuständigkeit des Falkenseer Kirchenvorstands. Ein kleiner Schritt hin zur großen Pfarreigründung 2023. Ähnliche Entscheidungen zu den Pfarreigrenzen werden übrigens auch noch hinsichtlich des Charlottenburger Teils der Pfarrei St. Joseph sowie des Falkenseer Teils der Pfarrei St. Markus getroffen werden müssen.

 

Klausurtag des Pastoralausschuss 26.09.20

 

Am Samstag, den 26.9.20, hat nun endlich nach längerer Zeit der Sitzungspause wieder ein Klausurtag des Pastoralausschusses im Pfarrsaal von Maria, Hilfe der Christen stattgefunden.

 

Zuerst wurde vorgestellt, an welchem Punkt des Pastoralen Prozesses wir uns gerade befinden: Schon erfolgt sind im ersten Jahr die Eröffnung des neuen Pastoralen Raumes sowie eine Sozialraumanalyse. Im zweiten Jahr wurden vier inhaltliche und zwei eher technische Arbeitsgemeinschaften (AGs) gebildet: AG Kinder, Jugend und Familie, AG Senioren, AG Liturgie und Spiritualität, AG Diakonisches Handeln, AG Finanzen und Verwaltung, AG Öffentlichkeitsarbeit. Aktuell stehen noch auf der Agenda: Festlegung der Pfarrkirche und des Patroziniums, Auswahl des Biblischen Leitwortes, Festlegung welche Gemeinden zum Pastoralen Raum gehören sowie die Verabschiedung des Pastoralkonzeptes. Im letzten Jahr vor der Gemeindegründung geht es dann hauptsächlich um die Zusammenführung der Pfarreiverwaltung und administrative Fragen.

 

Der Pastoralausschuss beschloss aufgrund der Verzögerungen durch die Corona-Krise, dass der ursprünglich angedachte Termin für die Neugründung der Pfarrei nicht einzuhalten sei. Da die Gründung einer neuen Pfarrei aufgrund des Haushalts immer zu einem 1.1. erfolgen muss, wurde als neues Datum zur Pfarreingründung der 1.1.2023 beschlossen.

 

Im Anschluss daran stellten die AGs die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vor, alle stimmten darin überein, dass unbedingt mehr Ehrenamtliche für die verschiedenen Aufgaben in den Gemeinden gewonnen werden müssten, die dann dafür mit eigenen Kompetenzen ausgestattet werden sollten und denen die Hauptamtlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dies sei in besonderer Weise notwendig, da immer weniger Hauptamtliche für die Gemeinden zur Verfügung stehen und deren Ressourcen begrenzt sind. Die AG Diakonisches Handeln zum Beispiel braucht unbedingt noch Mitarbeiter! Falls Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro.

 

Der nächste Punkt auf der Tagesordnung war der Beschluss über die zukünftige Pfarrkirche. Es musste abgestimmt werden, welche Kirche im Pastoralen Raum den Rang der Pfarrkirche in der neuen Pfarrei haben wird. Diese Wahl ist an die vom Bischof vorgegebene Bedingungen geknüpft, dass für die Verwaltung vor Ort mindestens 3 Büroräume vorhanden sein müssen, im dazugehörigen Pfarrhaus auch die Wohnung des leitenden Pfarrers ist, ausreichend Gemeinderäume zur Verfügung stehen und eine gute Erreichbarkeit der Kirche innerhalb des Pastoralen Raumes gewährleistet ist. Von der Entscheidung über die Pfarrkirche wird die Pastoral an den anderen Standorten unberührt sein, und auch Pfarrbüros etc. können - nach Entschluss des Pastoralausschusses - an den anderen Standorten selbstverständlich verbleiben. Auch die Wahl des Patroziniums ist davon unberührt. Durch die bischöflichen Bedingungen fielen schon diverse Standorte weg, so dass in einer Abstimmung die Kirche Maria, Hilfe der Christen als Pfarrkirche der neuen Pfarrei gewählt wurde.

 

Danach ging es um das Patrozinium. Bis zum 31.8.20 durften dazu Vorschläge aus den Pfarreien eingereicht wurden, über diese soll dann in der nächsten Sitzung des Pastoralausschusses abgestimmt werden. Nach dieser Abstimmung muss der Name noch vom Bischof genehmigt werden. Leider waren einige der Namensvorschläge schon an andere Pfarreien in Berlin vergeben und somit nicht mehr wählbar, da nach Maßgabe des Bischofs kein Name innerhalb des Bistums doppelt vergeben werden darf. Die Namen, die dem Pastoralausschuss noch zur Auswahl stehen, sind:
Maria und Joseph
Maria, Mutter der Kirche
Heilige Familie
Heiliger Benedikt
Heilige Scholastika
Heilige Faustina Kowalska
Heilige Bernadette
Heiliger Erzengel Rafael

 

Ein Name, in dem Maria vorkommt, muss immer mit einem Zusatz versehen sein, da bereits mehrere neue Pfarreien ein Marienpatronat wünschen. Im Sprachgebrauch der Pfarrei kann dann allerdings durchaus "St. Marien" verwendet werden. Die Pfarrgemeinderäte unserer drei Pfarreien haben sich bereits auf eine Auswahl zwischen "Maria, Mutter der Kirche" und "Heilige Familie" ausgesprochen - die definitive Wahl trifft dann der Pastoralausschuss.
Im Anschluss daran wurde Herr Daniel Schade zum Vertreter für den Diözesanrat gewählt, Herr Lukas Brömmling ist sein Stellvertreter.

 

Eine nächste Sitzung des Pastoralausschusses soll Anfang Dezember stattfinden, wenn es die Corona-Lage zulässt.

 

Anna Ristow, Pfarrassistentin
David Hassenforder, Pfarrvikar

Auf dem Weg zum Pastoralkonzept

 

Eher hinter den Kulissen spielt sich zurzeit die Arbeit des Pastoralausschusses und seiner Ausschüsse ab. Es werden Aspekte und Formulierungen für das Pastoralkonzept zusammengetragen und erarbeitet. Ziel ist es, das Pastoralkonzept bis September 2020 fertig zu stellen und zu beschließen. Personell wird es nach den Wahlen zu den Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten im November 2019 einzelne Änderungen im Pastoralausschuss geben, da Delegierte für den Pastoralausschuss aus den Gremien in ihren Gemeinden ausgeschieden sind und diese „Posten“ neu besetzt werden müssen.

 

Die Arbeitsgruppen „Senioren“ sowie „Jugend, Familie und Kinder“ haben bereits beachtliche Texte und Konzepte vorgelegt, die jetzt im Pastoralausschuss diskutiert werden. Die Ausschüsse für Öffentlichkeitsarbeit und Verwaltung/Finanzen bearbeiten zahlreiche Sachfragen in Hinblick auf die Fusion der Pfarreien. Die Ausschüsse „Liturgie und Spiritualität“ und „Kirche in der Welt/Diakonisches Handeln“ brauchen noch interessierte und engagierte Mitglieder, die sich an den Beratungen beteiligen. Es wird deutlich, dass in manchen Punkten auch kontroverse Meinungen bestehen, und solche Gegensätze müssen sachlich und voller Respekt gegeneinander bearbeitet werden, um Verletzungen zu vermeiden. Der Prozess der Gemeinden aufeinander zu ist unumkehrbar und muss weiter vorangehen; wichtige Fragen für die Zukunft sind so einvernehmlich wie möglich zu lösen. Mit Tessa Bertram steht dem Pastoralausschuss eine kompetente Moderatorin zur Seite.

 

Ein Diskussionspunkt wird die Rolle des Pfarrers und des Seelsorgeteams in der Pfarrei und in den Gemeinden sein, die die Pfarrei bilden. Der Pfarreirat und die Gemeinden bekommen zum Teil eigenständige Kompetenzen, die Gesamtverantwortung des Pfarrers äußert sich auch in Form von vertrauensvoller Delegation von Leitungsfunktionen. Die Vernetzung und Koordination der Aktivitäten in den einzelnen Gemeinden wird komplexer als jetzt. Die Arbeitsgruppe "Öffentlichkeitsarbeit" des Pastoralausschusses hat dieses Thema auch auf ihrem Arbeitszettel.

 

Im Pastoralkonzept müssen mehrere durchaus brisante Weichenstellungen für die neue Pfarrei getroffen werden, die entweder noch vom Pastoralausschuss oder aber bald nach Gründung der neuen Pfarrei Anfang 2022 von deren Räten entschieden werden müssen, beispielsweise:

 

  •  Die Gottesdienstordnung und die Verteilung der Gottesdienste auf die einzelnen Kirchen: Soll sich in jeder Kirche jeden Sonntag die Gemeinde zum Gottesdienst treffen, auch wenn nicht jedes Mal die heilige Messe gefeiert werden kann, oder gibt es in manchen Kirchen nur jeden zweiten Sonntag eine Messfeier, weil zu wenige Priester da sind, und dazwischen ist „Pause“?
  •  Wo soll das zentrale Verwaltungsbüro eingerichtet werden? Wo sind weitere Anlaufstellen und Kontaktbüros nötig und sinnvoll?
  • Besuchsdienste müssen weitergeführt werden, aber bedürfen neuer Impulse.
  • Für die Jugendarbeit ist bei der vom Erzbistum vorgegebenen Personalausstattung der Pfarrei eine halbe hauptamtliche Planstelle zur Unterstützung der Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler vorgesehen. Austariert werden muss, inwieweit die Jugendarbeit in den einzelnen Gemeinden verortet sein soll („Bodenhaftung“) oder wie weit sie übergreifend für den Pastoralen Raum stattfinden sollte.
  • Es ist zu klären, welche Standorte in der neuen Pfarrei den Rang einer „Gemeinde“ mit entsprechender räumlicher und personeller Ausstattung und eigenen Gremien haben soll und welche den Status eines „Ortes kirchlichen Lebens“ haben.
  • Über den Namen und das Patrozinium der neuen Pfarrei muss entschieden werden. Die Steuerungsgruppe spricht sich dafür aus, bei der Suche nach einer Pfarrpatronin oder einem Pfarrpatron die ganze Gemeinde zu beteiligen.

 

 

Gemeinden


„Gemeinden“ in der künftigen Pfarrei sind Gemeinschaften von Gläubigen, die durch den Pfarrer und den Pfarreirat anerkannt sind und folgende Kriterien erfüllen:


    • In der Gemeinde versammeln sich aus dem Glauben heraus Menschen öffentlich und erkennbar an einem Ort.
    • Sie feiert regelmäßige Gottesdienste und steht in Verbindung mit den sonntäglichen Eucharistiefeiern in der Pfarrei.
    • Sie verkündigt den Glauben in Wort und Tat.
    • Die Gemeinde handelt innerhalb der Gesellschaft in einem überschaubaren Lebensraum.
    • Sie ist offen für alle Altersgruppen.
    • Sie übernimmt Verantwortung als Teil der Pfarrei.

 

 

Franz-Josef Esser

 

Wo zwei oder drei versammelt sind… da scheint was los zu sein!


Der Pastoralausschuss ist auf dem Wege zu einem „Pastoralkonzept“, in dem als „Leitbild“ oder „Vision“ Konturen und Schwerpunkte für unsere künftige Pfarrei definiert werden sollen. Folgende Aspekte zeichnen sich ab, ohne dass dazu bereits Beschlüsse gefasst wurden:


Das Prinzip der Subsidiarität soll gelten: Was vor Ort sinnvoll und machbar ist und „gut funktioniert“, soll in den einzelnen Gemeinden angeboten werden, während anderes zentral bleiben bzw. werden muss.


An jedem Standort soll es weiterhin mindestens einen sonntäglichen (Wort-)Gottesdienst geben; die generationenübergreifende Glaubensweitergabe und die Feier der Sakramente soll in der Regel weiterhin dezentral erfolgen, aber auch zentral möglich sein (z.B. Firmung).


Vor allem für Jugendliche und Kinder ist es wichtig, sich wohnortnah in ihrer Kirche zu Hause zu fühlen.


Über zentrale Feiern für die gesamte Pfarrei („konkurrenzlos“) an wechselnden Standorten sollen das Gemeinschaftsgefühl gestärkt und die Vernetzung erleichtert werden. Fahrten- und Reiseangebote sollen für Interessentinnen und Interessenten aus der gesamten Pfarrei offen sein, geistliche Gemeinschaften, Gruppen und Verbände könnten sich für die ganze Pfarrei öffnen.


Die Leitung der Pfarrei soll, unbeschadet der Letzt- und Gesamtverantwortung des Pfarrers, durch ein Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen erfolgen – sowohl auf pastoraler als auch auf verwaltungstechnischer Ebene. Die Verwaltung wird zentralisiert, dezentrale „Kontaktbüros“ bleiben bestehen.


Ein entscheidender Faktor für das Gelingen ist eine ausgeprägte Kommunikationskultur nach innen und außen; Stichworte: Pfarreisoftware, Cloud, Ehrenamtsbüro, gute und übersichtliche Öffentlichkeitsarbeit (gemeinsame website/Pfarrbrief), Ökumene etc.


Die zahlreichen und vielseitigen Tätigkeiten der Ehrenamtlichen sollen stärker gewürdigt und besser miteinander vernetzt werden. Die Freude am Miteinander muss kommuniziert werden, um neue Mitarbeitende (die nächste Generation) zu gewinnen.


Ein Schwerpunkt soll auch weiterhin der Dienst „an den Rändern“ sein, z.B. an Orten kirchlichen Lebens (Kita, Schule), Alten- und Krankenseelsorge, Suppenküche, Caritaseinrichtungen, etc.


Im Zusammenhang mit den aktuellen und zukünftigen Wohnungsbaumaßnahmen in Spandau soll die Willkommenskultur der Pfarrei gestärkt werden, durch konkrete Maßnahmen soll das Wort Gottes nach „außen“ getragen werden (neue Formen religiöser Bildung ausprobieren; Citypastoral; ….)


Die Weiterarbeit am Pastoralkonzept erfolgt in vier thematischen Arbeitsgruppen des Pastoralausschusses:
1. Jugend, Familie und Kinder
2. Senioren
3. Liturgie und Spiritualität
4. Kirche in der Welt/ Diakonisches Handeln

 

Außerdem geht die Arbeit der Arbeitsgruppen „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Finanzen und Verwaltung“ weiter:

 

Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wird weiter an einem Konzept für einen gemeinsamen Pfarrbrief gearbeitet. Bezüglich der künftigen Homepage ist vorgesehen, die vom Erzbistum eingeführte Verwaltungs-Software für Kirchengemeinden „ChurchDesk“ zu nutzen, die ein Modul zur Erstellung einer Website direkt aus ChurchDesk heraus enthält.

 

Themen der AG Finanzen und Verwaltung sind u.a. die mittel- und langfristige Planung von Investitionsbedarfen der neuen Pfarrei, Personalplanung und Konzeption des zentralen Verwaltungsbüros und der verwaltungsmäßigen Abläufe.

 

Dr. Monika Schattenmann / Franz-Josef Esser

 

Muttersprachliche Gemeinden


Gottesdienste der kroatischen muttersprachlichen Gemeinde in Berlin fanden seit rund 40 Jahren in der Kirche St. Marien am Behnitz in Spandau statt. Auf Anweisung des Erzbischöflichen Ordinariats ist die kroatische Gemeinde jetzt nach Siemensstadt "umgezogen". Die heilige Messe in kroatischer Sprache findet dort jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der St.-Joseph-Kirche statt.


Die Gottesdienste der „deutschsprachigen“ Gemeinde Maria, Hilfe Christen in Spandau – Messfeiern, Andachten, Beichtgelegenheit, Rosenkranz – sind jedoch weiterhin zu den gewohnten Zeiten in der Behnitzkirche.


Die polnischsprachige Gemeinde trifft sich sonntags um 11.00 Uhr und mittwochs um 18.30 Uhr zur Messfeier in der Kirche Maria, Hilfe der Christen. Mittwochs probt dort im Gemeindehaus auch der polnischsprachige Chor.

 

Kirchenbilder und Visionen
Auftakt zum Pastoralkonzept

Mehrere Stunden Zeit nahmen sich die Mitglieder des Pastoralausschusses am 10. August 2019, um in die Arbeit am Pastoralkonzept unserer künftigen Pfarrei zu starten. Sie trafen sich unter dem Motto „Kirchenbilder und Visionen“ von 10 bis gegen 15 Uhr im Gemeindezentrum von St. Konrad von Parzham in Falkensee. Die Leitung hatte Oliver Maaß von der „Servicestelle Prozessbegleitung“ im Ordinariat des Erzbistums Berlin.

 

Oliver Maaß brachte ein Planspiel mit, mit dem wir in Untergruppen die Gemeindestruktur bedenken und abbilden konnten: Personen, Rollen, Gruppen, Gebäude, aber auch und vor allem unverzichtbare Felder und Basisangebote des Gemeindelebens, von der Feier des Gottesdienstes über die Evangelisierung bis zur Sorge für die Hilfsbedürftigen. Die Diskussionen in den Gruppen und die Ergebnisse zeigten, dass in der neuen Pfarrei Menschen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen von Kirche und Gemeinde zusammenkommen, die die Akzente des Kirche-Seins durchaus sehr verschieden betonen. Das wird ein spannender Prozess des Zusammenwachsens. Das Motto dazu benannte eine der Arbeitsgruppen: „Mit Heiligem Geist und Herz!“

 

Das Zusammengetragene wird jetzt gebündelt den Arbeitsgruppen des Pastoralausschusses übergeben, die dann die einzelnen Kapitel des Pastoralkonzepts erarbeiten werden. Aus dem Pastoralkonzept ergibt sich das Profil, die inhaltliche Ausrichtung der künftigen Pfarrei. Es wird nach Fertigstellung mit dem Erzbischöflichen Ordinariat besprochen. Ab voraussichtlich Mitte 2020 geht es dann um die Entwicklung der Pastoralstruktur der künftigen Pfarrei. Die Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens klären gemeinsam die notwendigen Struktur-, Finanz- und Personalfragen, um das Konzept umsetzen zu können. Auch die Wahl einer Pfarrpatronin oder eines Pfarrpatrons könnte vom Profil des Pastoralkonzepts beeinflusst sein. Am 1. Januar 2022 sollen die drei Pfarreien St. Konrad (Falkensee), Maria, Hilfe der Christent (Spandau) und St. Joseph (Siemensstadt) sich zu einer neuen Pfarrei zusammenschließen.

 

Neben der Arbeit am Pastoralkonzept sind zwei Arbeitsgruppen des Pastoralausschusses mit Sonderaufträgen tätig: die AG Öffentlichkeitsarbeit kümmert sich bereits um eine gemeinsame Homepage, einen gemeinsamen Pfarrbrief und geeignete Formen der Binnenkommunikation, die AG Finanzen und Verwaltung ist mit einer Bestandsaufnahme der beteiligten Pfarreien beschäftigt und bereitet die notwendigen rechtlichen Schritte zur Fusion vor.

 

Franz-Josef Esser

 

 

 

Das Pastoralkonzept

 

Das Erzbistum beschreibt Sinn und Ziel des pfarrlichen Pastoralkonzepts wie folgt:

 

Ein Pastoralkonzept ist eine schriftliche Vereinbarung darüber, wie sich das Leben der Kirche in der zukünftigen Pfarrei gestalten soll. Bei seiner Erstellung wird versucht, Antworten auf weiterführende Fragen der Pastoral zu finden: Was bewegt die Menschen in unserem Umfeld? Welchen Herausforderungen wollen wir uns stellen? Welche Zielgruppen nehmen wir besonders in den Blick? Was werden Schwerpunkte unserer Arbeit sein und welche Dinge werden wir nicht mehr tun? Wo suchen Menschen in unserer Umgebung nach Hilfe und nach Stärkung im Glauben? Wie wollen wir in einem Pastoralen Raum künftig Menschen im Glauben begleiten? Wie werden Gemeinden und Orte kirchlichen Lebens sich künftig vernetzen können?

 


Das Pastoralkonzept möchte den Blick weiten. Es nimmt das Leben der künftigen neuen Pfarrei mit ihren Gemeinden und Orten kirchlichen Lebens kritisch in den Blick und versucht, auf die Zeichen der Zeit Antworten zu geben und konkrete Maßnahmen festzulegen. Dabei macht es Aussagen zur Zusammenarbeit und Umsetzung der Schwerpunkte unter Berücksichtigung der personellen und materiellen Möglichkeiten.

 

 

„Verbindliche Kooperation“ ‑ Erstes Treffen der Pastoralen Räume Spandau-Nord/Falkensee und Spandau Süd

Im Herbst 2017 hatte das Erzbistum Berlin entschieden, im Raum Spandau/Falkensee zwei Pastorale Räume zu bilden und diesen Räumen eine „verbindliche Kooperation“ aufzutragen. Nachdem sich nun auf beiden Seiten die Gremien für die dreijährige Entwicklungsphase konstituiert hatten, trafen sich am 16. Mai 2019 die Steuerungsgruppen der beiden Räume mit Vertretern des Erzbistums.

In einer konstruktiven Atmosphäre berichteten die Gremien über den Stand ihrer Beratungen. Der Raum Spandau und damit die beiden Pastoralen Räume haben eine gemeinsame geschichtliche Entwicklung und bilden gemeinsam das Dekanat Spandau. Allerdings werden spätestens Ende 2020 die Dekanate im Erzbistum Berlin aufgelöst, so dass zur Fortführung einiger Projekte neue Strukturen gefunden werden müssen.

Gemeinsamkeiten – bestehend oder anzustrebend ‑ werden in den folgenden gemeindlichen Arbeitsfeldern gesehen. Sie sollen in den Gremien beider Pastoraler Räume beraten werden.

 

Liturgie und Kirchenmusik

 

  • Bekanntgabe aller Messzeiten in allen Gemeinden Spandaus
  • gemeinsam getragene Sonntagabendmesse
  • Beichttage vor Weihnachten und in der Fastenzeit
  • Sternsinger-Aktion: Besuch beim Bürgermeister
  • Fastenpredigten mit Kanzeltausch
  • Gemeinsame Fronleichnamsprozession
  • Gräbersegnung auf dem Friedhof "In den Kisseln"
  • Fortsetzung der Dekanatskonzerte der Kirchenchöre
  • gemeinsamer Chor (Falkensee und St. Markus)

 

Seelsorge und Bildung

 

  • Gemeinsame, pfarrübergreifende Jugendarbeit
  • Katholische Bernhard-Lichtenberg-Schule

 

Öffentlichkeit und Gemeinwesen

 

  • Vertretung der katholischen Kirche gegenüber dem Bezirk, den Kommunen und den Evangelischen Kirchenkreisen
  • Präsenz der katholischen Kirche bei Mahnwache, Pogrom-Gedenken, Anti-Demo gegen Rechts o.ä.
  • Verantwortung für „Laib und Seele“ in St. Wilhelm, Suppenküche in Spandau-Nord
  • gemeinsame Domain für eine gemeinsame Internetpräsenz
  • Überprüfung der Grenzen der Pastoralen Räume, ggf. Anpassung zugleich mit der Gründung der neuen Pfarreien

 

City-Pastoral

 

  •  Präsenz der katholischen Kirche in der Spandauer Altstadt, evtl. mit dem Caritasverband
  •  Markus Weber (Erzbistum Berlin) wies darauf hin, dass jeder Pastorale Raum im Personalplan eine halbe „Schwerpunktstelle“ zur Verfügung gestellt bekommt, die für die City-Pastoral raumübergreifen eingesetzt werden kann, wenn diese in den Pastoralkonzepten als gemeinsamer Schwerpunkt definiert ist.

 

Kommunikation zwischen den Räumen

 

  • Pastoralkonvent und Konvent der Geistlichen sollten weiter bestehen bleiben.
  • Nach Auflösung der Dekanate könnten die beiden Pfarrer der Pastoralen Räume (jährlich abwechselnd) als Ansprechpartner für Kommune und Ökumene fungieren.
  • Auch der Dekanatsrat sollte unter anderem Namen weiter bestehen.

 

Dies alles soll jetzt in den Gremien der beiden Pastoralen Räume beraten werden. Im Frühjahr 2020 wird in einem nächsten Treffen gemeinsam darüber weiter gesprochen.

Unser Pastoralausschuss im Pastroralen Raum Spandau-Nord /Falkensee hat inzwischen mit den Vorarbeiten für ein Pastoralkonzept begonnen. Ein gemeinsamer Klausurtag im August ist dem Thema „Visionen. Kirchenbilder“ gewidmet.


„Einsatzplan Pastorales Personal“

Das Erzbistum teilte Pfarrer Thorsten Daum jetzt die Personalausstattung – den „Einsatzplan“ ‑ mit, mit der die neue Pfarrei voraussichtlich rechnen kann.

Planungsgrundlage sind in unserem Pastoralen Raum: 16300 Katholiken, 8 Kirchen, 8 Gottesdienstorte, 3 Kitas, 2 Krankenhäuser und eine katholische Grundschule; außerdem findet polnischer Gottesdienst statt.

Der Plan sieht für die neue Pfarrei vor:

 

  • drei Stellen für Priester mit jeweils 100 %: den Pfarrer und zwei Pfarrvikare;
  • zwei Stellen der „Grundpastoral“ mit jeweils 100%, die durch Gemeindereferentin oder Gemeindereferent, Diakon etc. besetzt werden können;
  • eine Stelle der „Schwerpunktseelsorge“ (50% allgemein und 50% Jugendseelsorge), der allgemeine Teil ist frei verfügbar, je nach Schwerpunktsetzung im Pastoralplan;
  • eine Stelle (50%) für die Krankenhausseelsorge;
  • eine Verwaltungsleiterin/ein Verwaltungsleiter (50%).

 

Hinzu kommen „technische Stellen“ wie Mitarbeitende im Pfarrbüro, Küster/Hausmeister, Kirchenmusiker, zu denen noch nichts mitgeteilt wurde.


Franz-Josef Esser

 

„Meilenstein-Gespräch“ zwischen Erzbistum und Pastoralem Raum


Das erste Jahr der Entwicklungsphase auf dem Weg zu einer gemeinsamen Pfarrei ist vorüber. Am 16. Februar 2019 hatten die Arbeitsgruppen unseres Pastoralausschusses ihre Ergebnisse zusammengetragen. Diese wurden ans Erzbistum weitergeleitet, und am 11. April traf sich der Steuerkreis des Pastoralausschusses mit Vertretern der Prozessbegleitung „Wo Glauben Raum gewinnt“ und Vertretern aus dem Bereich Sendung des Erzbischöflichen Ordinariats (EBO). Das waren Markus Weber (Leiter der Servicestelle „Projekte und Prozesse“), Christopher Maaß (Prozessbegleitung), Hermann Fränkert-Fechter (Bereich Pastoral, stellvertretender Bereichsleiter) und Peter Kloss-Nelson (Personal – Sendung, Einsatz und Begleitung).


Man nennt solche Gespräche dort „Meilenstein-Gespräche“. Es wurde Rückblick gehalten auf das erste Jahr der Entwicklungsphase, und wir haben Aspekte für ein Pastoralkonzept besprochen. Denn dessen Erarbeitung ist Aufgabe für das zweite Jahr der Entwicklungsphase. Am Ende, im Herbst 2020, sollen im Pastoralkonzept die Prioritäten und Schwerpunkte der neuen, gemeinsamen Pfarrei dargestellt werden, es sollen die „Gemeinden“ benannt werden, aus denen die Pfarrei bestehen soll, und es wird ein Vorschlag gemacht, welche Heilige oder welcher Heilige Pfarrpatronin oder Pfarrpatron werden soll. Das Ganze wird in einem weiteren „Meilensteingespräch“ besprochen.


Im dritten Jahr geht es dann um die Entwicklung der Pastoralstruktur der künftigen Pfarrei. Die Pfarreien und Orte kirchlichen Lebens klären gemeinsam die notwendigen Struktur-, Finanz- und Personalfragen.

 

Voraussichtlich am 1. Januar 2022 sollen die drei bisherigen Pfarreien St. Konrad von Parzham (Falkensee), Maria, Hilfe der Christen (Spandau), St. Joseph (Siemensstadt/Haselhorst) und die Gemeinde St. Johannes d. Täufer (Dallgow-Döberitz, Pfarrei St. Marien, Brieselang) zu einer einzigen neuen Pfarrei werden.

 

Wahlen zum Kirchenvorstand und zum Pfarrgemeinderat im November 2019


Am Samstag/Sonntag, dem 23./24. November 2019 stehen turnusmäßig nach vierjähriger Amtszeit die Wahlen zum Pfarrgemeinderat und zum Kirchenvorstand an. In Hinblick auf die Bildung einer gemeinsamen Pfarrei am 1. Januar 2022 gelten einige Besonderheiten. Die Doppelstruktur von Pfarrgemeinderat (neuer Name: Pfarreirat, im Sinne eines Pastoralrates) und Kirchenvorstand (der das Vermögen der Kirchengemeinde verwaltet) bleibt aus kirchen- und staatskirchenrechtlichen Gründen bestehen, die Amtszeit wird von jetzt 4 auf 3 Jahre bzw. 2 x 3 Jahre verkürzt.


Wahlen zum Kirchenvorstand


Gewählt wird im November 2019 in allen Pfarreien wie üblich die Hälfte der zu wählenden Mitglieder des Kirchenvorstands. Die im November 2015 für acht Jahre gewählten Mitglieder bleiben im Amt.
Bei der Gründung der neuen Pfarrei entsendet jede der alten Pfarreien, um Kontinuität zu wahren, eine bestimmte Anzahl von Vertretern (voraussichtlich vier) in den ersten, den Gründungskirchenvorstand der neuen Pfarrei. Die Amtszeit aller anderen Mitglieder der Kirchenvorstände endet am 31. Dezember 2021.


Wahlen zum Pfarrgemeinderat


In der neuen Pfarrei wird es einen „Pfarreirat“ für die ganze Pfarrei und „Gemeinderäte“ für die einzelnen Gemeinden geben, aus denen die Pfarrei besteht. Diese Gremien werden nach Konstituierung der neuen Pfarrei gewählt.
Die Amtszeit der bisherigen Pfarrgemeinderäte endet somit mit Errichtung der neuen Pfarrei am 1. Januar 2022.


Die Pfarrgemeinderäte hatten die Wahl, ob jetzt noch einmal neu gewählt werden soll oder ob sich die Amtszeit verlängert. Es gilt folgendes:

 

  • In St. Konrad von Parzham (Falkensee) und Maria, Hilfe der Christen (Spandau) werden am 23./24. November 2019 Pfarrgemeinderäte regulär für eine Amtszeit bis zum 31. Dezember 2021 gewählt.
  • In St. Joseph (Siemensstadt/Haselhorst) verlängert sich die Amtszeit des derzeitigen Pfarrgemeinderats bis zum 31. Dezember 2021. Im November 2019 findet keine Wahl statt.


Franz-Josef Esser

 

Der Pastoralausschuss auf Sozialraumerkundung


Die Mitglieder des Pastoralausschusses machten sich am ersten Samstag im Advent, dem 1. Dezember 2018, per Bus auf eine „Sozialraumerkundung“. Wir besuchten nicht Kirchen und Gemeindezentren, sondern typische Wohnviertel in unserer künftigen gemeinsamen Pfarrgemeinde. Wobei wir die Altstadt Spandau als bekannt voraussetzten und nicht anfuhren. Organisiert hatte die Tour David Riebschläger. Danke!


Start war am U Bahnhof Siemensdamm in der Pfarrei St. Joseph, von da aus ging es zum Halemweg. Die Häuser dort gehören zu den ehemaligen Wohnungsbauten für Siemens-Mitarbeiter. Heute leben hier viele Familien in finanzieller Not. Auf der Straße trafen wir den evangelischen Pfarrer Michael Maillard; seine Einschätzung des Sozialraums: Es ist schwer, Menschen für die Kirche zu gewinnen.
Beim Vorüberfahren warfen wir einen Blick auf die alte Siemens-Hauptverwaltung. Hier soll ein neuer Campus mit 3000 Wohnungen entstehen.


Im Lutherkiez in der Spandauer Neustadt – entstanden am Ende des 19. Jahrhunderts in der Zeit des industriellen Aufschwungs in Spandau ‑ erläuterte Barbara Nowak die Geschichte und die aktuelle soziale Lage: Es wohnen heute sehr viele Familien mit ausländischem Hintergrund hier, die meisten arabischer und türkischer Herkunft. Die Verweildauer im Kiez ist nicht lang, viele Menschen leben von Hartz IV oder sind Aufstocker. Bezirk und Kirchen machen soziale Angebote im Kiez: Quartiersmanagement, Mädchentreff, der gemeinnützige Verein Kommunikation und Aktion für Frauen “Eulalia Eigensinn“, das evangelische „Paul-Schneider-Haus“; als katholischer Beitrag mag die nicht so weit entfernte Suppenküche des Dekanats Spandau im Gemeindehaus von Maria, Hilfe der Christen gelten, die vollständig von Ehrenamtlichen betrieben wird.


Zufällig war Pfarrer Stefan Kuhnert an der Lutherkirche. Er erläuterte uns seine Sicht des sozialen Raumes und ließ uns einen Blick in die Kirche werfen, die in den 1990er-Jahren umgebaut wurde. Ein Teil des Kirchengebäudes enthält jetzt Mietwohnungen. Wir hörten die neue Orgel, an der Kirchenmusikerin Erika Engelhardt gerade für das Orgelkonzert am Nachmittag übte. Denn auch die Kirchenmusik ist ein Schwerpunkt der evangelischen Gemeinde dort.


Szenenwechsel zu den Pepita-Höfen in Hakenfelde: Hier werden aktuell circa 1000 Wohneinheiten gebaut. Die evangelische Wichern-Radeland-Gemeinde hat zusammen mit der Gemeinde Maria, Hilfe der Christen begonnen, Neuzugezogenen ein Begrüßungsschreiben und beide Gemeindebriefe in den Briefkasten zu stecken. Im Advent gaben die Gemeinden dort ein kleines Straßenkonzert mit adventlicher Bläsermusik.
Insgesamt werden in den nächsten 20 Jahren ca. 30.000 Wohneinheiten in der Wasserstadt und anderen Neubaugebieten im Bereich des Pastoralen Raumes entstehen.


Im Kontrast dazu spazierten wir zur Waldsiedlung Hakenfelde, entstanden zwischen 1914 und 1925 und heute eine Siedlung mit vielen Kindern. Hier liegt das von der Pfarrgemeinde Maria, Hilfe der Christen getragene St. Elisabeth Seniorenheim, wo wir zu Mittag aßen. Das 1928 gebaute Haus war mit seiner Hauskapelle Keimzelle der St.-Lambertus-Gemeinde, bis diese 1975 ihr jetziges Gemeindezentrum in der Cautiusstraße erhielt.


Durch den Spandauer Forst und über die Steinerne Brücke – zu Mauerzeiten gesperrte Grenze ‑ ging es nach Schönwalde-Glien in der Pfarrei St. Konrad. Hier fuhren wir leider nur durch.


In Falkensee erläuterte uns Thomas Zylla, 1. Beigeordneter und Baudezernent von Falkensee, die soziale Struktur. Die Stadt – benannt mit dem Kunstwort Falkensee aus Falkenhagen und Seegefeld ‑ hat heute 45.000 Einwohner, die Einwohnerzahl hat sich seit der Wende verdoppelt. 80% der Einwohner sind zugezogen, oft aus dem Westen. Für 2030 wird mit 50.000 Einwohnern gerechnet. Die Grundstückspreise sind enorm gestiegen, die Mieten sind ebenfalls sehr teuer geworden. Die meisten Häuser sind Einfamilienhäuser. Soziale Notlagen treten versteckt auf. Aber es gibt sie.


Der Bahnhof von Dallgow-Döberitz, früher zwischen den Ortschaften Rohrbeck und Dallgow gelegen, ist das neue Zentrum, auf dem gerade ein Weihnachtsmarkt stattfand. Jochen Wettach gab ortskundig Auskunft. Jetzt wissen wir auch, dass Döberitz heute kein Ort mehr ist, sondern nur eine historische Reminiszenz: Das Dorf musste Ende des 19. Jahrhunderts einem Truppenübungsplatz weichen. Zur Kirchengemeinde gehören auch Elstal (Kommune Wustermark) und Seeburg (Kommune Dallgow-Döberitz). Die Zahl der Katholiken ist traditionell nicht hoch, aber steigt durch Neugezogene an. Es gibt viele Kinder, Kitas und sogar ein Gymnasium.


Mit der letzten Station, wieder in der Pfarrei St. Joseph, schloss sich der Kreis. Zum Abschluss erwartete uns Pfarrer Dr. Hans Hausenbiegl an der Gartenfelder Straße / Paulsternstraße und gab einen Einblick in die Verhältnisse in Haselhorst.


Vielen im Pastoralausschuss war gar nicht klar, in welchem Ausmaß die Zahl der Bewohnerinnen und Bewohner im Raum unserer künftigen neuen Pfarrgemeinde noch wächst. Die Unterschiedlichkeit in den Lebenssituationen der Menschen, die hier leben, war beeindruckend. Für das Pastoralkonzept, das der Pastoralausschuss im Jahr 2019 erstellen wird, gab es wichtige Hinweise und Anregungen. Der Tag hat sich gelohnt.


Tessa Bertram, Franz-Josef Esser

 

Arbeitsgruppen

Der Pastoralausschuss hat mehrere Arbeitsgruppen gebildet, die den Pastoralen Raum jeweils unter einem bestimmten Thema beobachten. Es sind folgende Arbeitsgruppen:
 

  • Diakonisches Handeln
  • Finanzen / Verwaltung
  • Katechese/ Weitergabe des Glaubens
  • Kinder / Jugend
  • Liturgie / Geistliches Leben
  • Öffentlichkeitsarbeit.
     

Bei den Arbeitsgruppen können nicht nur Mitglieder des Pastoralausschusses mitmachen. Sie alle sind eingeladen, sich einzubringen! Wenn Sie an einer Mitarbeit interessiert sind, sprechen Sie Pfarrer Daum oder eine/n der Vertreterinnen oder Vertreter der Pfarrei im Pastoralausschuss an, oder Sie wenden sich per E-Mail an die Pfarrassistentin Anna Ristow, zum Kontaktformular » .




Stand: 29.01.2021 17:59